Siegerteams des Caritas-Foto- und Videowettbewerbs „Menschen am Rande“ kommen aus München und Oldenburg
Acht Jugendteams machten sich auf den Weg. Zwei davon erhielten am Mittwoch, 12. November 2008 in Berlin durch den Präsidenten des Deutschen Caritasverbandes Prälat Dr. Peter Neher einen Preis. Einmal in der Kategorie Foto und zum anderen für das Medium Video.
1. Preis Kategorie „Foto“
Team „rise and fall, rage and grace“ aus München
Caritas-Jugendbüro in Gauting
Fünf Jugendliche und ihre Begleiterin entschieden sich, als Fotografen „Menschen am Rande“ aufzuspüren. „Eigentlich“, so sagen sie, „hätten wir uns selbst fotografieren können:“ Denn sie kennen aus ihrem eigenen Leben Migration, schwierige Familiensituationen und Ablehnung durch andere. Doch sie entschlossen sich, in die Großstadt München zu gehen, auf der Spurensuche nach den gängigen Klischees, die in den Köpfen der Menschen entstehen, wenn sie von „Menschen am Rande“ hören.
Sie erfuhren Unverständnis, Ablehnung, Aggression, aber auch Freundlichkeit und Aufgeschlossenheit. „Für uns war es eine ganz andere Erfahrung, die uns gezeigt hat, dass es auch in unseren schönen Stadt Probleme und Leiden gibt, aber trotz aller Probleme, die die Menschen hatten, begegneten sie uns mit Lebensfreude und Gesprächigkeit und jedes Foto erzählt für uns eine kleine Geschichte. Die gemeinsame „Arbeit“ hat uns nicht nur zusammengeschweißt, sondern auch ein Stück wieder zurück in die Realität geholt, “ ziehen sie am Ende ihr persönliches Resümee.
Eine Gruppenreise nach Berlin wäre der Preis. Doch die Realität von jugendlichen Flüchtlingen in Deutschland heißt auch, dass eine Reise von München nach Berlin nicht einfach umzusetzen ist. Sie bräuchten zum Beispiel eine behördliche Reisegenehmigung. Auf Wunsch der Gruppe hat der Deutsche Caritasverband die Reise in einem Scheck über 1.000 Euro umgewandelt, den die beiden Vertreterinnen der Gruppe, Frau Leonova und Jessica S. der Gruppe nach München mitbringen.


